Buff-Sieben im Aufsteigerduell ohne Chance

Damenhandball/Oberliga.Vor der SG-Weihnachtsfeier deftige 22:34-Pleite in Bad Salzuflen

Auch ihre zehn Treffer waren nur ein Tropfen auf den heißen Stein bei der SG ETSV Ruhrtal: Norina Migat (re.) versuchte alles.                                              <b>Jürgen Theobald</b>

AUCH IHRE ZEHN TREFFER WAREN NUR EIN TROPFEN AUF DEN HEISSEN STEIN BEI DER SG ETSV RUHRTAL: NORINA MIGAT (RE.) VERSUCHTE ALLES. JÜRGEN THEOBALD

QUELLE: WAZ / 02.12.2019 Oliver Schinkewitz

Bad Salzuflen Die Vermutungen des Trainers haben sich bestätigt: Im Aufsteigerduell war die SG ETSV Ruhrtal dem Team von HB Bad Salzuflen nicht gewachsen, fing sich in Ostwestfalen eine 22:34 (7:16)-Niederlage ein. Vor allem die Vorstellung in den ersten 30 Minuten erinnerte an die ganz schwachen Leistungen zu Beginn der Serie.

Für Daniel Buff war nach dem direkten Duell auch keine Überraschung mehr, dass sich der Neuling aus Bad Salzuflen nach inzwischen acht Saisonspielen im Vorderfeld der Oberliga eingenistet hat. „Wenn die so weitermachen, werden sie vor allem zu Hause nur ganz schwer zu schlagen sein“, zollte der SG-Coach dem Gegner seinen Respekt. In der stimmungsvollen, gut besuchten Halle waren die ersatzgeschwächten Wittenerinnern vor allem in Abschnitt eins überfordert.

Zwar gingen die Buff-Schützlinge nach knapp sieben Minuten mit 2:1 in Führung, warfen aber dann eine gefühlte Ewigkeit kein Tor mehr – kurz vor dem 2:7 (15.) sah sich der Wittener Coach gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen. „Wir haben einfach zu viele technische Fehler gemacht, Bälle zu leichtfertig verschenkt“, krittelte er. Das war dann fatal angesichts der Gegenstoß-Qualitäten von Bad Salzuflen, das immer wieder mit flotten Kontern zum Erfolg kam, beim 15:5 (25.) erstmals zehn Treffer Differenz vorlegte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs waren es dann sogar mal zwölf Treffer (20:8/35.), später dann beim Maximum deren 13 (28:15/48.). Die Wittenerinnen fanden einfach nicht die geeigneten Mittel, sich dem schnellen Angriffsspiel der Gastgeberinnen zu widersetzen. „Bad Salzuflen war einfach besser als wir, das muss man so akzeptieren“, sagte Daniel Buff. Einzig Norina Migat (zehn Tore) und Jessica Hackerts (5) verdienten sich diesmal gute Noten. So war die Stimmung bei der anschließenden internen Weihnachtsfeier zumindest zu Beginn nicht allzu ausgelassen. Am kommenden Sonntag gegen den HC TuRa Bergkamen will sich die SG-Sieben aber unbedingt den nächsten im Abstiegskampf so wichtigen Sieg holen, um die eigene Position etwas zu verbessern.

SG: Mühlhaus, Schabacker; Behler (1), Lewe (1), Jasinska (1), Böhmer, Prior, Löffler, Herrmann (3/1), Karabatic, Lünemann (1), Hackerts (5), Migat (10/6).