Buff spart nicht mit Kritik an Oberliga-Sieben

Quelle: WAZ 12.08.2019/ Oliver Schinkewitz

Ein arbeitsreiches Wochenende haben die Handballerinnen der SG ETSV Ruhrtal hinter sich. Coach Daniel Buff bat sein Oberliga-Team zum Trainingslager, zu dem u.a. zwei Vorbereitungsspiele gehörten. Dort gab’s einen Sieg und eine Niederlage – und vier Wochen vor dem Ligastart durchaus kritische Worte von Buff an seine Schützlinge.

HC Gelpe/Strombach – SG ETSV Ruhrtal 27:25.
Die harte Trainingswoche war für Daniel Buff mit ein Grund dafür, dass seiner Mannschaft im Duell mit dem Niederrheinligisten kein Erfolgserlebnis glücken wollte. Zum Ausklang der ersten Hälfte des SG-Trainingslagers trafen die Wittenerinnen auf einen starken Gegner, der gleich zu Beginn mal richtig auftrumpfte. „Wir haben mit 0:7 hinten gelegen“, berichtet Buff über den Fehlstart seiner Sieben. Erst danach fingen sich die Ruhrstädterinnen, holten Tor um Tor auf und stimmten ihren Trainer wieder freundlicher.
„Ich denke, wenn wir vorab nicht trainiert hätten, wären wir da wohl als Sieger vom Platz gegangen“, so die Einschätzung Buffs. Beste SG-Akteurinnen in diesem Duell mit der Mannschaft von Ex-Bundesligaspielerin Meike Neitsch (Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund, TV Lützellinden) waren Jenny Böhmer, die u.a. alle Siebenmeter verwandelte, und Rechtsaußen Julia Eckardt, die beste Torschützin war, immer wieder Gegenstöße verwandelte.

HSC Haltern-Sythen – SG ETSV Ruhrtal 26:28
Sah SG-Trainer Daniel Buff noch ob der insgesamt ordentlichen Vorstellung über die knappe Niederlage im Bergischen hinweg, so ging er tags darauf hart mit seinem Team ins Gericht, dass sich gegen den Verbandsliga-Aufsteiger aus der Seestadt enorm schwer tat, vor allem spielerisch wenig Kreativität an den Tag legte und müde wirkte. „Auch wenn wir morgens noch trainiert haben: Ich muss gegen einen klassentieferen Gegner verlangen können, dass wir uns deutlicher durchsetzen“, stellte Daniel Buff klar. „Das lag eindeutig an der Einstellung, die Abwehr hat sich da einfach nicht gut bewegt.“ Passfehler, Fangfehler – die Oberliga-Sieben aus Witten war nicht recht bei der Sache, so dass es unterm Strich nur einen schmeichelhaften Zwei-Tore-Erfolg gab.
„Ich habe da leider nicht erkennen können, wer zur ersten Sieben gehören möchte“, fand Daniel Buff klare Worte. Immerhin: Regisseurin Maike Behler machte ihr erstes Spiel nach längerer Verletzungspause, fügte sich gut ins Team ein.