Damen 3 weiter auf Erfolgskurs

HSG Annen-Rüdinghausen – SG ETSV Ruhrtal Witten Damen 3 14:16 (7:8)

In einem sehr torarmen und ausgeglichenen Spiel konnte sich keine Mannschaft absetzen. Die Gäste hatten noch einmal eine volle Bank aufgeboten und Unterstützung junger Spielerinnen aus der Oberligamannschaft erhalten, um auch die letzten Zweifel in Richtung Abstieg auszuräumen. Anstatt diese Stärke zu nutzen, lies man freistehend vor der Annener Torfrau zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt. Das Spiel verlief nicht wie erhofft und mit der Dauer des Spiels schien auch die Nervosität zu steigen. Selbst die erfahrenen Spielerinnen und diejenigen, denen man eigentlich individuell gute Fähigkeiten attestiert, machten nun überhastet viele technische Fehler, die der Schiedsrichter immer wieder ahndete. So entstand statt Spielfluss eher Krampf und die Damen des ETSV Ruhrtal retteten sich glücklich mit einem Tor Vorsprung in die Halbzeit.

Der Versuch der Trainer wieder zu einem ruhigen und überlegtem Aufbau in der zweiten Halbzeit zu finden, trug nur ein paar Minuten Früchte. Nina Schmidt hatte in diesen Minuten ihre stärkste Phase und erzielte drei ihrer fünf Tore in Reihe. Annen-Rüdinghausen ließ nicht locker und bei ein bisschen mehr Schussglück und einer schlechteren Torwartleistung auf Seiten der Gäste wäre vielleicht mehr als der 11:12 Anschlusstreffer herausgesprungen. So blieb es bis zum Schlusspfiff spannend – aber leider nicht hochklassig. Die zahlreichen Zuschauer, die das Wittener Stadtderby verfolgten, hätten einen besseren Auftritt verdient gehabt. Richtig zufrieden waren beide Trainer am Ende nur mit den Leistungen ihrer Torhüterinnen und den zwei gewonnen Punkten.

Aufstellung:

Annika Hohage, Stefanie Schäfer, Wiebke Michael (2/1), Laura Denner (1), Sina Aufmhoff, Julia Hellwig, Sarah Sock (2), Adriana Seemann, Anna Burkl (2), Marie Theres Schemmann (1), Nina Schmidt (5), Leonie Muhr (1), Laura Ascherfeld (1), Lisa Arndt (1)

Ralph Musiol