Derbyerfolg für Hackerts-Sieben

Quelle: WAZ 04.11.2019

Damenhandball/Landesliga. SG ETSV Ruhrtal II setzte sich mit 26:25 gegen Herbede durch. Franziska Weniger führt stark Regie. Müller-Sieben zeigt trotz Niederlage gute Leistung

Umkämpft ging es zu zwischen Tina Hausherrs (re.) Herbederinnen und der SG ETSV Ruhrtal II (mit Anni Löffler und Mara Achterberg, v. li.). Die zwei Punkte blieben am Ende in der Kreissporthalle.                                              <b>Barbara Zabka</b>                                              FUNKE Foto Services

UMKÄMPFT GING ES ZU ZWISCHEN TINA HAUSHERRS (RE.) HERBEDERINNEN UND DER SG ETSV RUHRTAL II (MIT ANNI LÖFFLER UND MARA ACHTERBERG, V. LI.). DIE ZWEI PUNKTE BLIEBEN AM ENDE IN DER KREISSPORTHALLE. BARBARA ZABKAFUNKE FOTO SERVICES

Maximilian Pleger

Witten. Die SG ETSV Ruhrtal II darf sich Derbysieger nennen. In einer umkämpften Partie setzte sich die Sieben von Trainer Jan Hackerts knapp aber verdient mit 26:25 (15:14) gegen einen starken HSV Herbede durch.

Mit reichlich Vorschusslorbeeren hatte Hackerts die eher mäßig in die Saison gestarteten Herbederinnen (ein Sieg, ein Remis) vor dem Derby bedacht. „Wenn der HSV seinen kompletten Kader beisammen hat, ist das eine richtig gute Mannschaft“, sagte der SG-Trainer nach der Schlusssirene noch einmal. Durchaus zurecht, denn Gästecoach Uli Müller und seine Sieben boten dem Tabellenzweiten aus dem Stadtzentrum ordentlich Paroli.Kein Führungswechsel

In den Anfangsminuten deutete sich eine derart spannende Partie allerdings nicht unbedingt an. Als Andrea Rüwald zum 6:2 traf (10.) schien sich die SG-Reserve absetzen zu können. Doch die Herbederinnen bissen sich in die Partie, bewegten im Angriff den Ball schnell und erspielten sich so immer wieder gute Abschlussgelegenheiten. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde und einem 6:3-Lauf war man beim Stand von 9:8 wieder dran (17.). Fast folgerichtig legte Hackerts die Auszeit-Karte auf den Zeitnehmertisch.

Doch die Gäste ließen sich auch in der Folge nicht abschütteln. Die SG machte im Angriff das Spiel breit und nutzte die sich bietenden Lücken gut. Franziska Weniger führte auf der Mittelposition klug Regie, setzte vor allem auf der rechten Seite immer wieder Anni Löffler (fünf Treffer) und Mara Achterberg (sechs Treffer) in Szene.

Auf mehr als zwei Tore konnte man sich aber nicht absetzen. Über 12:12 (26.) ging es auf 15:13 (29.), ehe Herbedes Tina Hausherr ihre Farben von der Siebenmetermarke zur Halbzeit wieder bis auf ein Tor heranbrachte (15:14, 30.).

Direkt nach Wiederbeginn gelang dem HSV sogar das 15:15 (33.). Doch die Führung nicht. „Durch das kämpferische Auftreten haben wir in der Deckung den ein oder anderen Fehler ausgebügelt“, so SG-Coach Jan Hackerts. Spannend blieb es bis in die Schlussminuten bei 21:21 (48.) allemal, weil Herbede nie aufsteckte.

In den Schlussminuten hielt die eingewechselte SG-Torhüterin Jana Liebelt mit zwei, drei wichtigen Paraden den Sieg für die Hackerts-Sieben fest. „Herbede war stark. Das war sicher keine Glanzleistung von uns. Aber wir haben gut gekämpft“, gab der Trainer der SG ETSV Ruhrtal II zu Protokoll.

SG: Liebelt, Lichte; Schmidt (2), Külpmann (1), A. Löffler (5), Lohrmann (5), Kaminski (1), Weniger (3), Rüwald (3/1), Schürmann, Achterberg (6/3) HSV: Barabasch, Gust; Mortier (3), Oberbossel (1), Scholz, Ullrich (1), Hausherr (12/3), Schoumakers (1), Römer, Wolf, Wieczorek (5/1), Kessler (2).