Dicke Packung für SG ETSV Ruhrtal

Spielbericht 1.Damen
Quelle Waz/ Philipp Ziser/9.8.18

Witten kriegt in Ostwestfalen kein Bein auf den Boden. Nach dem 23:34 sagt Coach Lohrmann: „Es kommen noch stärkere Gegner.“

HSG EURo – SG ETSV Ruhrtal 34:23 (16:8)

Witten: Mühlhaus, Schabacker – Denda (5), Böhmer (4), Herrmann (4/1), Behler (3), Richter (2), Löffler (2), Karabatic (1), Jasinska, Prior, Lünemann, Ascherfeld.

Das war nichts. Die SG ETSV Ruhrtal Witten ist so hoch geflogen mit dem Verbandsliga-Titel und dem Aufstieg in die Oberliga. Am ersten Spieltag in der neuen Klasse wurde das Team von Michael Lohrmann aber auf den verdammt harten Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mit elf Toren verloren die Wittenerinnen bei den Mitaufsteigerinnen von der HSG EURo im Kreis Minden, liefen dabei von Anfang an einem dicken Rückstand hinterher in einem Spiel, das kurz nach der Pause schon entschieden war.

Harz wird wohl noch öfter Problem sein

„Die Mädels waren sehr entschlossen, sie wollten als Team funktionieren, aber in den Eins-gegen-eins-Duellen war EURo immer durchsetzungsstärker“, versuchte Lohrmann die Niederlage zusammenzufassen, die aus einer Vielzahl an Problemen resultierten.

Eines war das Harz, womit die Wittenerinnen bei den Auswärtsspielen in Ostwestfalen in dieser Saison wohl noch ein ums andere Mal Probleme kriegen werden.

Nach dem 2:2 können die Wittenerinnen nicht mithalten

„Wir haben ganz viele Pass- und Wurffehler begangen, aber das lag nicht nur am Harz“, wollte Lohrmann die klebrigen Finger nicht als Entschuldigung zählen lassen. „Wir haben relativ früh unsere Gegenstoß-Situationen nicht genutzt, haben dafür aber über Gegenstöße viel kassiert.“ Dazu kam auch Wurfpech mit Latte und Pfosten, so dass das Spiel schnell einen ganz anderen Verlauf nahm, als sich die Spielgemeinschaft ihr erstes Oberliga-Spiel vorgestellt hatte.
Das 2:2 nach sechseinhalb Minuten durch Jessica Denda war das letzte Mal, dass es unentschieden stand. Über 7:3, 11:5 und 16:8 zur Pause zogen die Gastgeberinnen davon, zu allem Überfluss vergab Maike Behler in dieser Phase auch noch zwei Siebenmeter – das war aber mehr Symptom und nicht Ursache der Wittener Probleme.

Aufholjagd schnell gestoppt

In der Kabine schwor sich das Lohrmann-Team noch einmal ein, wollte die Aufholjagd zumindest versuchen. Es folgten drei Gegentore in Serie innerhalb von dreieinhalb Minuten. „Das war dann nicht mehr zu drehen. Wir waren überhaupt nie richtig im Spiel“, so Lohrmann nachher. In den letzten fünf Minuten gelangen Julia Eckard, Larissa Herrmann und Verena Löffler immerhin drei Tore in Serie, was das Ergebnis allerdings auch nur minimal ansehnlicher macht. „Es war genauso deutlich, wie das Ergebnis sagt“, meinte Trainer Lohrmann.
Umso ärgerlicher ist die Niederlage, weil die HSG EURo keineswegs eines der Überflieger-Teams der Liga ist, sondern eben ein Mitaufsteiger. Lohrmann: „Eigentlich hätte das unser Niveau sein sollen, aber wir haben mit zunehmender Spielzeit überhaupt keinen Zugriff bekommen. Es werden noch schwerere Gegner kommen.“

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