Erste Herren in Schüren mit falschem Fokus

Mit zuletzt 3 abgegebenen Punkten in 2 Spielen waren die Aufstiegsträume der SG zwar begraben, dennoch wollte man die Saison mit einer positiver Serie beenden. Beginnen sollte diese Serie mit dem Auswärtsspiel in Schüren. Zu Beginn der Partie gelang es der ersten Mannschaft nicht, ihre Stärken auszuspielen. In der Abwehr bekam man sowohl in 1-gegen-1 Situationen als auch gegen den Kreisläufer nicht den nötigen Zugriff. Im eigenen Angriff fehlte wiederum das nötige Tempo, um Lücken in den gegnerischen Abwehrverbund zu reißen. Bis zum 06:06 konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen. Dann erhöhte die SG das Tempo und profitierte dabei von einigen angefangenen Bällen in der Abwehr. Bis zum letzten Drittel der ersten Halbzeit gelang es so, sich auf 07:10 mit 3 Toren abzusetzen. Anschließend gelang es jedoch nicht, dieses Tempo und die Konzentration aufrechtzuerhalten, bis zur Pause musste man den Ausgleich hinnehmen (12:12).

In der zweiten Halbzeit verstärkte sich dann zunehmend, was bereits in der ersten Spielhälfte begonnen hatte: immer mehr verfing man sich in Privatfehden und ließ sich von der aufgeheizten Stimmung anstecken. Einige Disziplinlosigkeiten waren die Folge, gepaart mit einer immer höher werdenden Fehlerquote auf Seiten der SG. Konnte man bis zum 18:17 noch den Anschluss an die Gastgeber halten, so musste man sie danach vorentscheidend auf 23:18 davonziehen lassen. Die Anzahl an Fehlern in den eigenen Reihen konnte nicht mehr kompensiert werden. Bis zum Ende der Partie gelang es Schüren, diesen Vorsprung größtenteils ungefährdet zu verteidigen, auch weil die erste Mannschaft noch einige Großchancen liegen ließ, und beim Endstand von 27:22 den Heimsieg perfekt zu machen.

Vor allem mit der Art und Weise, wie das Spiel verloren wurde, war Trainer Stephan Pade nach der Partie sehr unzufrieden: „Ich finde, dass man auch wenn das Thema „Aufstieg“ im Prinzip abgehakt war, sich nicht so präsentieren darf, wie wir es in diesem Spiel getan haben. Bezeichnend ist es, wenn ich als Trainer während des Spiels mehr Zeit darauf verwenden muss, mich mit disziplinarischen Dingen auseinandersetzen, als mich um Handballsezifische Dinge zu kümmern. Das ich garnicht und möchte ich in Zukunft so auch nicht mehr erleben. Übertrieben gesagt soll das heißen: mit Palaver hat man noch kein Spiel gewonnen. Ich hoffe inständig, dass das eine Ausnahme war. Positiv ist wieder einmal die Kaltschnäuzigkeit von Niklas Teeke vom 7-Meter Punkt und auch Fabian Richter kommt immer besser ins Spiel.“

Es spielten: Böker, Agatz, Hensel (1), Gies, Richter (4), Michoff, Radtke, Haupt (3), Glass (2), Denner, Teeke (11/8), Cassel (1)