Erster Mannschaft versagen im Spitzenspiel die Nerven

Punktgleich mit der Zweitvertretung des TV Brechten ging die erste Herrenmannschaft der SG fünf Spieltage vor Schluss in das direkte Duell.

Nach einer zunächst noch ausgeglichenen Anfangsviertelstunde in der die erste Mannschaft zwar nicht glänzte, aber mit dem Gastgeber mithalten konnte, gelang es diesem in der Folgezeit, das Spiel an sich zu reißen. Eine Vielzahl von Ballverlusten im eigenen Angriff der SG ermöglichten es Brechten immer wieder durch die erste oder zweite Welle zum Erfolg zu kommen. Auch gegen den aufgebauten Angriff der Brechtener tat man sich zunächst schwer. Hier agierte man zu passiv und ließ die Rückraumspieler der Gegner aus guten Positionen zum Abschluss kommen. Von 10:9 konnte sich Brechten so das erste Mal auf 4 Tore absetzen (13:9).

Beeindrucken ließ sich die SG davon allerdings nicht. Mit guter kämpferischer Einstellung und viel Willenskraft arbeitete man sich wieder heran und konnte zur Halbzeit zum 16:16 ausgleichen.

Die zweite Halbzeit begann für die SG zunächst vielversprechend, hier knüpfte man an die erste Halbzeit an und ging mit 17:18 Führung. Dann allerdings erlebte man eine Viertelstunde zum vergessen. Ein Ball nach dem anderen landete durch Fehlpässe oder technische Fehler beim Gegner. Hier machte sich der Druck des Spiels bemerkbar, die erste Mannschaft wirkte sichtlich nervös. Hinzu kamen nun auch noch eine Reihe von Fehlwürfen, was dazu führte, dass man eine knappe Viertelstunde kein Tor warf und Brechten so auf 26:18 davonziehen lassen musste.

Anschließend gelang nur noch Schadensbegrenzung, indem man den Rückstand bis zum Abpfiff auf 29:23 verkürzte.

Entsprechend enttäuscht, dass man den weiteren Saisonverlauf nun nicht mehr in der eigenen Hand hat, war auch Trainer Stephan Pade: „Anders als im Hinspiel waren wir überraschenderweise unheimlich nervös, was zu vielen Ballverlusten geführt hat. Dies haben wir aber zumindest bis in die zweite Halbzeit hinein immer noch gut kompensiert, uns nach Rückständen immer wieder herangekämpft und sind anschließend sicher auch nicht unverdient Anfang der 2. Halbzeit mit 17:18 in Führung gegangen. Dann allerdings fehlte uns 13 Minuten lang vor allem die Durchschlagskraft im Angriff, was dazu führte, dass der Gegner von 17:18 auf 26:18 davonzog. Immerhin gelang es uns noch in der Schlussphase dem Torabstand auf 6 Tore zu verringern, sodass wir zumindest den direkten Vergleich mit Brechten für uns entscheiden konnten. Ob das noch Auswirkungen haben wird, zeigt sich am Saisonende.

Die Torhüter einmal ausgeklammert, hat an diesem Abend kein Feldspieler Normalform erreicht. Einzige Ausnahme war Fabian Richter mit einem sehr ordentlichen Auftritt.“

Es spielten: Böker, Agatz, Hensel, Dickamp (2), Haupt (3), Küper (1), Teeke (8/7), Seemann, Richter (5), Denner (1), Michoff, Radtke (3)