Herren belohnen sich nicht selbst

Nach dem guten Auftakt in die Saison musste die erste Mannschaft der SG ETSV Ruhrtal Witten vergangenes Wochenende gegen den Bezirksligaabsteiger Saxonia Dortmund ran.
Es entwickelte sich von Beginn an das erwartete kampf- und abwehrbetonte Spiel. Beide Mannschaften agierten zunächst aus einer 6:0 Abwehr heraus. Die Gastgeber konnten dabei immer wieder durch ihr Tempospiel punkten, Saxonia hingegen durch Kreisläuferanspiele oder Würfe aus der Nahwurfzone. Dabei konnte sich bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit keine Mannschaft absetzen (8:8 nach 25 Minuten). Anschließend erlaubte sich die SG allerdings eine Auszeit in der Abwehr und ließ die Rückraumspieler zu sehr gewähren. Hinzu kamen nun einige technische Fehler und Fehlwürfe im Angriff, was Saxonia ebenfalls zu nutzen wusste. Bis zun Halbzeitpfiff gelang es Ihnen so, sich auf 10:13 abzusetzen.
In der 2. Halbzeit setzte die SG nun permanent auf die neu einstudierte 5-1 Abwehrformation. Der erhoffte Effekt trat auch ein, man provozierte einige Fehlpässe des Gegners und ließ sie nicht mehr in gute Wurfpositionen kommen. Bereits nach 7 Minuten gelang so die erste Führung (15:14). Eine erneute Vielzahl von Fehlwürfen verhinderte anschließend allerdings, dass sich die erste Mannschaft weiter absetzen konnte, Saxonia blieb stehts in Schlagdistanz (18:16 nach 45 Minuten). Im letzten Viertel fehlte der SG dann die letzte Konsequenz in den Abschlüssen, man ließ eine Vielzahl hochkarätiger Chancen liegen und ermöglichte Saxonia so den Ausgleich zum 20:20 zwei Minuten vor Spielende. Die letzten zwei Minuten musste die erste Mannschaft dann auch noch in Unterzahl bestreiten, wodurch den Gegnern sogar noch der Siegtreffer zum 20:21 gelang.
Entsprechend unzufrieden waren die Spieler anschließend auch mit der eigenen Leistung, hätte das Spiel bei einer besseren Chancenverwertung doch nicht einmal spannend werden müssen.
Dieser Meinung war auch Trainer Stephan Pade: „Mit Saxonia Dortmund wartete der erwartet starke Gegner auf. Im Prinzip auch so, wie wir uns das gedacht hatten: eine aggressive und kompakte 6:0 Abwehr mit guten Torhütern dahinter. Diese zu knacken bedarf es eines hohen Tempo im aufgebauten Angriff, was uns leider nicht über die komplette Spielzeit hinweg gelungen ist. Ein bis zwei unglückliche Schiedsrichterentscheidungen in der Schlussphase haben letztlich unsere Niederlage besiegelt. Über diese Schlussphase müssten wir allerdings nicht reden, wenn wir vorher unsere Torchancen konsequent genutzt hätten. Exemplarisch hierfür: Vier verworfene Siebenmeter. Herauszuheben ist allerdings die Leistung von Torhüter Jens Agatz, der seinerseits eine Vielzahl guter Torchancen der Gegner vereitelt hat. „

Es spielten: Böker, Agatz, Denner (1), Glass (4), Küper (1), Teeke (2/1), Haupt (1), Radtke (7/1), Richter (1), Michhoff, Osthaus (1), Cassel (2), Dickamp