Herren II verlieren ihr erstes Heimspiel knapp

SG ETSV Ruhrtal Witten – DJK Komet Dortmund (20:21)

Thomas Neufelder, Nils Jungkeim, Florian Szczypeck, Nico Denner (1), Jan-Sören Müller, Thorsten Winter, Dominik Ader (4), Jörg Jungermann (2), Sven Peldszus, Arne Osthaus (3), Ole Seemann (9), Tobias Schnur (1)

Nach dem starken Auftakt in Dorstfeld wollte man vor heimischer Kulisse die ersten zwei Heimpunkte sichern. Dementsprechend motiviert gestaltete die Zweitvertretung auch die Aufwärmphase. Die Marschrichtung von Trainer Bastian Heier lautete: „sichere Abwehr, erste Welle aussetzen, zweite Welle aufnehmen und aus dem aufgebauten Angriff heraus agieren.“
Man konnte auch direkt, durch einen Treffer der Tormaschine Ole – netzte insgesamt 9 mal, in Führung gehen, doch die Gäste aus Dortmund setzten im Gegenangriff direkt den Ausgleich und zogen bis zum 1:3 an den Hausherren vorbei. Es schien, dass die Mannschaft zwar körperlich, aber leider kopftechnisch noch nicht so ganz, auf dem Platz angekommen sein. Nach 10 Minuten konnten die Wittener den Rückstand aufholen (4:4), allerdings nicht wieder an den Dortmundern vorbeiziehen, die sich langsam, über 7:8 und 8:10 bis zur Pause auf 8:11 absetzen konnten. In der 30. Minuten wurde Dominik Ader, während eines Tempogegentoßes, von hinten umgenietet, was eine Disqualifikation für einen Dortmunder Spieler nach sich zog.

In der Pause lobten die Trainer vor allem die konsequente Abwehrleistung, mussten aber selbstverständlich auch die vielen technischen Fehler im Angriffsspiel herausarbeiten. Für die zweite Halbzeit nahm man sich eine Temposteigerung vor, da man feststellen konnte, dass der Gegner kein gutes Rückzugverhalten an den Tag legte. Mit dem Pfiff zur zweiten Halbzeit legte allerdings der Gast vor und erhöhte auf 8:12. Eine absolut chaotische Anfangsphase der Hausherren zu Beginn der zweiten Halbzeit, gepaart mit unnötigen Fouls und Zeitstrafen sorgten für einen zwischenzeitlichen Stand von 10:17. An diesem Punkt nahm Trainer Bastian Heier seine zweite Auszeit und richtete der Mannschaft mal schnell den Kopf, denn das, was man sich für die zweite Hälfte vornahm, konnte man eindrucksvoll beim Spiel des Gegners bestaunen. Eine schnelle Anfeuerung, dass man sich nicht abschlachten lassen wolle und auf ging es in eine rasante Schlussphase.
Zwar konnten die Wittener anfangs den Rückstand nicht aufholen, da die Dortmunder immer wieder Lücken in der Deckung fanden, allerdings ließ das Heimteam den Vorsprung auch nicht größer werden, sodass es nach 45 Minuten 13:19 auf der Anzeigetafel stand. Drei schnelle Tore in Folge der SG veranlassten daraufhin den Dortmunder Trainer seinerseits seine Auszeit zu nehmen, um den Lauf ein wenig zu stoppen. 48 Minuten gespielt, ein Stand von 16:19 und beide Parteien war klar, dass in diesem Spiel noch alles möglich war.
Die DJK Komet setzte direkt nach dem Wiederanpfiff ein kleines Ausrufezeichen zum zwischenzeitlichen 16:20. Dominik Ader verkürzte 5 Minuten vor Schluss auf 17:20. Ein ungeschicktes Einsteigen des Wittener Sven Peldszus bescherte der SG-Reserve eine zwei-minütige Unterzahl, sowie einen Strafwurf für die Gäste aus Dortmund, welcher allerdings von unserer Katze Thomas Neufelder grandios entschärft werden konnte. Langsam knabberten die Hausherren an dem Vorsprung und verkürzten Tor um Tor, bis es 30 Sekunden 20:20 stand. Hier ist die Leistung des Wittener Schlussmanns hervorzuheben, der in den letzten 10 Minuten eine dermaßen starke Leistung an den Tag legte, dass die Dortmunder am Rande der Verzweiflung standen. Einen freien Wurf nach dem Anderen konnte entschärft werden, sodass alle mit einer kleinen Sensation rechneten. Leider war der SG ETSV Ruhrtal Witten das Glück an diesem Wochenende nicht ganz hold, sodass Tobias Weber (DJK Komet Dortmund) mit dem Schlusspfiff das 20:21 erzielen konnte.
Nach dem Spiel war die Laune eher getrübt, doch man ist sich bewusst, dass man einen harten Kampf geliefert hat. Am kommenden Wochenende heißt es „Wiedergutmachung“ leisten und die nächsten zwei Punkte aus Dortmund zu entführen.

Danke an dieser Stelle an die, für diese Uhrzeit, zahlreichen Fans, die uns unterstützt haben.