Nächste Abfuhr für die SG ETSV Ruhrtal

Spielbericht 1.Damen
Quelle Waz/ Maximilian Pleger /30.9.18

Beim 22:33 gegen die Ibbenbürener SpVg. 08 ist die Lohrmann-Sieben viel zu harmlos. Gut angefangen, stark nachgelassen.

SG ETSV Ruhrtal – Ibbenbürener SpVg. 08      22:33

SG: Mühlhaus, Schabacker; Eckardt (2), Behler, Jasinska (1), Böhmer (1), Richter (3), Löffler (1), Herrmann, Karabatic, Prior (1), Lünemann (3), Denda (9), Ascherfeld (1).

Erneut mussten die Handballerinnen der SG ETSV Ruhrtal in der Oberliga eine deftige Pleite einstecken. Dabei verlief die Anfangsphase beim 22:33 (10:14) noch verheißungsvoll. Doch insgesamt leistete sich der Aufsteiger einfach viel zu viele einfache Fehler und blieb im Angriff harmlos.
Es war zu Beginn durchaus zu spüren, dass sich die Sieben von Coach Michael Lohrmann nach dem Debakel im SC DJK Everswinkel im Münsterland (11:32) etwas vorgenommen hatte und Trainer sowie Fans nicht enttäuschen wollte. Das gelang zunächst auch. In einer temporeichen Anfangsphase funktionierte insbesondere die Deckungsarbeit richtig gut. Die Spielerinnen der Ibbenbürener SpVg. fanden nur selten einmal Lücken. Und wenn, dann war SG-Torfrau Daniela Schabacker zur Stelle, die wie Teresa Mühlhaus eine insgesamt starke Partie zwischen den Pfosten zeigte. So blieb die Partie umkämpft, mit einem leichten Übergewicht für die spielstarken Gäste. Mehr als ein Tor weit ließen sich die Wittenerinnen zunächst aber nicht abschütteln und glichen immer wieder aus. Dabei wäre durchaus auch eine Führung drin gewesen. So einige Torgelegenheiten ließ die Lohrmann-Sieben anfangs liegen.
Ibbenbürens Coach Sascha Zaletel gefiel das gar nicht, holte seine Schützlinge beim Stand von 7:7 (15.) bei einer Auszeit zusammen und wurde laut. Diese kurze Pause brachte Ruhrtal offenbar aus dem Tritt. Denn bis zur Pause schien man immer fahriger zu agieren. Ein ums andere Mal schenkte man den Ball im Angriff förmlich her und lud die Gäste aus dem Tecklenburger Land förmlich zum Toreschießen ein. Dazu versprühte man wie schon vor Wochenfrist viel zu wenig Gefahr aus dem Rückraum. Ihren beiden prächtig aufgelegten Torfrauen hatte es die SG ETSV Ruhrtal zu verdanken, dass sich der Rückstand beim 10:14 zur Pause in Grenzen hielt. „Wir müssen ganz stark an unserer Abschlussquote aus dem Rückraum arbeiten. Da fehlt es einfach an Erfahrung“, bilanzierte Coach Michael Lohrmann.

SG ETSV Ruhrtal gibt sich nicht auf

Diese mangelnde Erfahrung schlug sich nach dem Seitenwechsel dann auch im Ergebnis nieder. Seine Sieben rannte sich im Angriff immer wieder fest, verlor den Ball und sah sich Tempogegenstößen gegenüber, die dann nicht mehr zu verteidigen waren. Binnen der ersten fünf Minuten in Durchgang zwei zog Ibbenbüren davon (11:17, 35.). Spätestens beim 14:24 (49.) war die Partie durch. Immerhin verlor die Lohrmann-Sieben zum Ende hin nicht ihren Kampfgeist und hielt das Ergebnis mehr oder weniger im Rahmen. „Wir haben viel Arbeit vor uns. Aber die werden wir annehmen“, erklärte Lohrmann enttäuscht aber entschlossen.