Schlusslicht SG ETSV Ruhrtal verliert auch in Bergkamen

QUELLE: WAZOliver Schinkewitz 31.03.2019 – 15:18 Uhr
Bis Mitte der zweiten Hälfte liegt die SG ETSV Ruhrtal mit TuRa Bergkamen gleichauf – dann stellen sich die altbekannten Probleme wieder ein.

HC TuRa Bergkamen – SG ETSV Ruhrtal 23:17
SG: Mühlhaus, Schabacker; Eckardt, Jasinska, Böhmer (3), Lohrmann, Löffler, Herrmann (6/3), Schmidt, Ammon (3/1), Prior, Lünemann (1), Hackerts (4), Ascherfeld.

Nahezu Woche für Woche ist es das gleiche Lied, das gleiche Leid bei der SG ETSV Ruhrtal. Der Tabellenletzte der Damen-Oberliga kann mit seiner Offensive einfach nicht genug bewegen – auch beim HC TuRa Bergkamen ging man leer aus, am Ende einer mittelprächtigen Partie hieß es 17:23 (11:11) aus Sicht der Gäste.

Wie ein roter Faden zieht sich das größte Manko des Aufsteigers durch diese Saison. Über weite Strecken kann man durchaus mithalten, doch wenn es ans Eingemachte geht, fehlt es halt an der nötigen Ruhe und Abgeklärtheit – und an den viel zitierten „einfachen Toren“ aus der zweiten Reihe. „Sowas würde uns wirklich mal gut tun“, sagt auch Trainer Daniel Buff, der mit der SG-Defensive einmal mehr völlig einverstanden war. Auch in Sachen Einstellung gab’s keinerlei Vorwürfe an das Oberliga-Schlusslicht.

Rund zwölf Minuten ohne eigenen Treffer
Den 2:4-Rückstand zu Beginn machten die Wittenerinnen im Handumdrehen wett, glichen nicht nur zum 5:5 (12.) aus, sondern lagen nach 20 Minuten mit 8:6 in Front. Wenig später hieß es 10:8 für die Wittenerinnen, die in Jenny Böhmer (drei Treffer) ihren Aktivposten im Rückraum hatten. Dabei spielte die Ex-Sprockhövelerin lediglich im Angriff – aufgrund ihrer Knieprobleme wurde sie weitestgehend geschont, musste in der Deckung gar nicht ‘ran. Zur Pause hieß es 11:11 – noch war man bei der SG guter Hoffnung, dass es möglicherweise sogar zu einer Wiederholung des Hinspiel-Erfolges reichen würde. Damals besiegte man Bergkamen mit 17:16.

Auch die ersten zehn Minuten des zweiten Abschnitts waren aus Sicht der Buff-Sieben durchaus vielversprechend. Zwar verwarf Larissa Herrmann beim Stand von 14:13 ihren einzigen von insgesamt vier Siebenmetern, doch nach wie vor war es ein Duell auf Augenhöhe. Was sich dann allerdings binnen kürzester Zeit änderte. Nach dem 14:14 (40.) warf Bergkamen drei Treffer in Folge – 17:14. In der 52. Minute hieß es dann schon 20:15 – die Vorentscheidung zugunsten der Gastgeberinnen. Auch, weil die SG ETSV Ruhrtal zwischen der 43. und der 55. Minute ohne eigenen Torerfolg blieb. So war letztlich auch die 18. Niederlage im 20. Saisonspiel nicht mehr zu verhindern.
„Immer, wenn wir dran sind und die entscheidende Phase ansteht, leisten wir uns einfachste Passfehler und werfen vorne unerklärliche Fahrkarten“, haderte SG-Trainer Daniel Buff nach dem 17:23 schon ein wenig mit dem Schicksal.