Schwache zweite Halbzeit besiegelt Niederlage

Quelle: WAZ, 24.09.2018 Maximilian Pleger/Oliver Schinkewitz

Für Larissa Herrmann und die SG ETSV Witten endete die Fahrt zum SC DJK Everswinkel in einem Debakel. Nur drei Tore gelangen in Durchgang zwei.

Everswinkel. Was ist bloß mit der SG ETSV Ruhrtal los? Die Wittenerinnen wurden beim SC DJK Everswinkel förmlich demontiert und verloren 11:32 (8:14.). Selbst Trainer Michael Lohrmann wusste nicht so recht, wie das nach der zuletzt starken Leistung gegen Arnsberg passieren konnte.

„Ich verstehe nicht, wie man so unterschiedlich spielen kann. Nicht nur von Woche zu Woche, sondern auch innerhalb eines Spiels“, gab der SG ETSV-Coach etwas resigniert zu Protokoll und kündigte gleichzeitig eine Teamsitzung nach der Trainingseinheit am Dienstag an. Bei den Wittenerinnen besteht Gesprächsbedarf.

Schon in Durchgang eins zeigte sich, dass Everswinkel einfach besser war und die Fehler der Gäste aus der Ruhrstadt konsequent ausnutzte. Allerdings hielt man über 5:6 (15.) und 7:10 (22.) zur Pause immerhin Anschluss, lag „nur“ mit sechs Treffern zurück: 8:14.

Was die Lohrmann-Sieben aber in der zweiten Halbzeit zeigte, war mit Worten zu schwer zu beschreiben. Minute für Minute schien die Durchsetzungskraft in den Zweikämpfen zu schwinden. Technischer Fehler reihte sich an technischen Fehler. Symptomatisch: Einen erkämpften Ball spielten die Wittenerinnen ins Aus, trotteten aber förmlich zurück. Die Münsterländerinnen schalten dagegen schnell, brachten das Spielgerät ihrerseits flott nach vorne und netzten ein. „Defensiv haben wir kein Bein mehr auf den Boden bekommen“, musste Lohrmann erkennen, dass sich der Abwärtsstrudel, in dem sich die Seinen befanden, immer schneller drehte. Am Ende erzielte die SG ETSV in Durchgang zwei gerade einmal drei mickrige Tore und verwarf vier Siebenmeter. So wurde die Fahrt ins Münsterland aus Wittener Sicht zum Horrortrip. 

SG ETSV: Mühlhaus, Hohage; Eckardt, Behler (4/3), Böhmer (2), Richter, V. Löffler, Herrmann (1), Karabatic, Ammon, Prior, Lünemann (1), Denda (3), Ascherfeld.