Schwitzen für die vierte Liga

Bericht 1.Damen
Quelle Waz/Oliver Schinkewitz, 31.07.18

Ab der kommenden Woche geht’s für den Oberliga-Aufsteiger SG ETSV Ruhrtal Witten im Training ans Eingemachte. Kader mit drei neuen Spielerinnen.

Nach einer herausragend erfolgreichen Saison hatten sie sich das auch mal verdient: Die Handballerinnen des inzwischen unter SG ETSV Ruhrtal Witten firmierenden Aufsteigers in die Oberliga bekamen von Trainer Michael Lohrmann seit dem 14. Juli trainingsfrei. Ab der kommenden Woche geht’s aber wieder so richtig rund – dann wartet ein straffes Programm auf den Viertligisten.

Acht Jahre ist es her, dass die „Eisenbahnerinnen“ zuletzt auf diesem sportlichen Niveau am Ball waren. Jetzt soll es nicht bei lediglich einer kurzen Stippvisite bleiben. Damit man in der Oberliga gegen die zu erwartende starke Konkurrenz auch gut mithalten kann, muss bis zum Saisonstart am 8. September bei Mitaufsteiger HSG Euro (in Hille/Ostwestfalen) die Basis gelegt werden. „Im ersten Vorbereitungsblock bis Mitte Juli haben wir viel in Sachen Kondition und Kraft gearbeitet“, berichtet Co-Trainer Olaf Odelga. Da man in Sachen Fitness kaum genug machen kann, sind die Wittener Handballerinnen künftig weiterhin einmal pro Woche zu Gast in einem Hattinger Trainingszentrum.

Erster Test am 10. August – Auf Vorbereitungsspiele hatte die Lohrmann-Sieben in der ersten Phase komplett verzichtet, stattdessen gab’s im Training regelmäßig Spielformen in kleinen Gruppen, um sich nicht komplett vom Handball zu entfremden. Das erste Testspiel bestreiten die Wittenerinnen am Freitag, 10. August (19.30 Uhr), beim Lüner SV. Dann wird der Cheftrainer auch sehen, wie sich seine Neuen bislang so eingefunden haben. Aus dem Kader der zweiten Mannschaft hat es Rückraumspielerin Verena Löffler ins Oberliga-Aufgebot geschafft, hat in der vergangenen Saison hier und da schon ausgeholfen. Zudem haben sich die Wittenerinnen mit zwei externen Neuzugängen verstärkt. Für den rechten Flügel vorgesehen ist Julia Eckardt, die von Westfalia Hombruch in die Ruhrstadt kam. Auf der Spielmacher-Position zu Hause ist Kathrin Lünemann – die Dortmunderin war zuletzt bei der SG Menden Sauerland in der Oberliga aktiv, soll das Offensivspiel des Aufsteigers mit ihrer Dynamik neu beleben.
Über aktuell 17 Spielerinnen verfügt das Aufgebot der SG ETSV Ruhrtal – für die Linksaußen-Position hätte der Club zu gerne noch eine Akteurin verpflichtet. Zumal Julia Lewe wegen ihres Kreuzbandrisses noch lange ausfallen wird und auch die Rückkehr von Jessica Krawinkel wegen ihrer Augenerkrankung nicht gesichert ist.
Die Oberliga dürfte allemal eine große Herausforderung für den Aufsteiger werden. Einige Konkurrenten haben sich enorm verstärkt (u. a. der Königsborner SV), aus der dritten Liga kommt mit der PSV Recklinghausen eine ganz ambitionierte Mannschaft, und vor allem die Ostwestfälinnen (Hahlen, Verl oder Everswinkel) sind für ihre Spielstärke bekannt. Daher ist nachvollziehbar, dass der Wittener Trainer in der Vorbereitung einiges von seinen Schützlingen verlangt. „Teilweise werden wir bis zu fünf Einheiten pro Woche absolvieren“, so Co-Trainer Odelga.
Ein ganzes Trainings-Wochenende hat die SG ETSV Ruhrtal für den 18./19. August vorgesehen. Dabei werden die Lohrmann-Damen u. a. zwei Testspiele bestreiten – am Samstag gegen den TuS Bommern, am Sonntag wohl daheim gegen den HSC Haltern-Sythen.