Serie reißt ein

SG ETSV Ruhrtal Witten Damen 3 – TSG Schüren 14:23 (7:11)

Nach Spielende haderte Trainer Ralph Musiol mit sich selbst. Er empfand, dass er aus dem Hinspiel die falschen Schlüsse gezogen hat und leider der Mannschaft nicht die entscheidenden Impulse mitgeben konnte, so dass sie an die letzten guten Spiele anknüpfen konnte. So erwies sich die Maßgabe, in der Abwehr im Mittelblock massiv gegen die wurfstarken und zielstrebigen Werferinnen aus Dortmund zu Werke zu gehen, als ein Plan, den die Spielerinnen der SG ETSV Ruhrtal Witten zumindest am Sonntag nur selten umsetzen konnten. In der ersten Halbzeit lief es trotz dieser zu passiven Ausrichtung immer noch vielversprechend, da Torhüterin Sina Aufmhoff einen sehr guten Tag erwischt hatte und es eine Weile dauerte, bis bei den Gästen neben der entsprechenden Geschwindigkeit und Wurfhärte auch die Genauigkeit dazu kam. Nicht nur in der Abwehr sondern auch im Angriff fehlte es an einigen Stellen. Die Gäste aus Schüren verteidigten sowohl konsequent im Spiel 1 gegen 1 als auch im Verbund, da wo es nötig war. So rieben sich alle Rückraumspielrinnen der Heimmannschaft mit zunehmender Spieldauer an ihren Gegenspielerinnen auf und langsam aber sicher bauten die Gäste ihre Führung bis zur Halbzeit auf vier Tore aus.
Ein Vier-Tore-Rückstand ist kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen und das tat auch niemand. Aber die Halbzeitansprache verpuffte leider ebenso wie der Effekt einiger Wechsel, mit denen eine Wende zum Besseren versucht werden sollte. Es wurde nicht schlimmer – aber näher herankommen wollte auch nicht gelingen. So war die zweite Halbzeit ein Spiegelbild der ersten – auch die Zahl der Tore auf beiden Seiten war nahezu identisch. Immer dann, wenn man etwas an dem Vorsprung knabbern konnte, schlug die TSG Schüren zurück und am Ende reichte die Kraft bei einigen Spielerinnen auch nicht mehr. An diesem Sonntag ist man einer Mannschaft unterlegen, die insgesamt mannschaftlich stärker besetzt war und die in der Lage war, die sicherlich vorhandenen individuellen Qualitäten auf Wittener Seite so zu kontrollieren, dass man nicht in Gefahr geriet das Spiel zu verlieren.

Aufstellung:
Sina Aufmhoff, Stefanie Schäfer, Wiebke Michael (3/1), Laura Denner (5), Julia Hellwig (1), Yasmine Oschkinat, Lisa Arndt (1), Sarah Sock , Stefanie Werner, Melanie Wenzel, Maren Kaffka (n. E.), Adriana Seemann, Talea Rogmann, Anna Burkl (2), Leonie Muhr (2)

Ralph