SG hat Probleme mit Duisburgs Harz

Testspielbericht 1. Damen 
Quelle Waz/ Oliver Schinkewitz/23.8.18

Eine klare Niederlage kassiert die SG ETSV Ruhrtal bei Regionalligist GSG Duisburg, hat dabei vor allem Probleme mit dem Spielgerät.

GSG Duisburg – SG ETSV Ruhrtal 28:21

SG: Mühlhaus, Schabacker; Behler, Schürmann, Böhmer, Löffler, Lünemann, Prior, Ammon, Denda, Eckardt.

„Wir haben in den nächsten zwei, drei Wochen noch einiges zu tun“, so das Fazit von Trainer Michael Lohrmann nach der 21:28 (10:14)-Niederlage seiner Handballerinnen von der SG ETSV Ruhrtal bei der GSG Duisburg. Im Duell mit dem Regionalliga-Team vom Niederrhein offenbarten sich vor allem noch zu viele leichte Fehler im Angriffsspiel der Gäste.
„Möglich, dass das auch am Harz gelegen hat, mir dem dort gespielt wurde“, so der SG-Coach. Allerdings wollte er das nicht als alleinigen Grund dafür gelten lassen, dass seine Spielerinnen eine Vielzahl von Fehlpässen produzierten, die es den Duisburgerinnen leicht machten, wieder in Ballbesitz zu gelangen und vor allem recht einfache Treffer zu erzielen. „Zehn, zwölf Gegenstöße haben wir uns dadurch eingehandelt“, so Lohrmann.
Generell sei die Defensivarbeit gegen den spielstarken Drittliga-Club aber durchaus in Ordnung gewesen. „Ich glaube, wir haben uns da schon etwas stabilisiert.“ Zuletzt verwendete Lohrmann einen Teil des Trainings auf das Verteidigen der gegnerischen Kreisläuferinnen. „Die haben wir in Duisburg ganz gut kontrolliert“, befand der 65-Jährige. Nachdem die SG-Damen zu Beginn recht deutlich ins Hintertreffen gerieten und sich erstmal an die Bedingungen gewöhnen mussten, gestalteten sie die Partie recht ausgeglichen, lagen beim Pausenpfiff mit vier Treffern hinten. Zu Beginn des zweiten Durchgangs blieb der Oberliga-Aufsteiger aus Witten dran, musste dann aber abreißen lassen – wohl auch aufgrund der etwas dünneren Personaldecke.
„Auf Linksaußen mussten wir wieder etwas improvisieren“, so Lohrmann, der ohne Larissa Herrmann und Paulina Jasinska auskommen musste, daher Jenny Schürmann aus der „Zweiten“ ins Aufgebot berief. Erstmals wieder an Bord war Linkshänderin Janika Ammon, die ihre Rückraumkolleginnen ein wenig entlastete.
„Möglich, dass die anderen Mannschaften schon etwas weiter sind als wir“, so Lohrmann. Vor allem die Tatsache, dass er bis heute noch nicht seinen gesamten Kader beisammen hatte, beschäftigt ihn durchaus. „In Sachen Auffassungsgabe und Reaktionsschnelligkeit haben wir derzeit im Spiel noch Luft nach oben. Wenn alle wieder da sind, bekommen wir das aber sicher in den Griff.“ Vor allem das aggressive Deckungsverhalten, welches das Team zum Titel führte, soll auch in der neuen Saison wieder zum Wittener Markenzeichen werden.