SG muss herbe Niederlage einstecken

Ein Sieg musste her, wollte sich die erste Mannschaft wieder voll im Kampf um die oberen Tabellenplätze zurück melden. Mit der Mannschaft aus Husen-Kurl stand mit dem derzeitigen Tabellenführer jedoch alles andere als Laufkundschaft auf dem Plan.
Die erste Mannschaft erwischte einen katastrophalen Start. Nach 10 Minuten lag man bereits 5:1 hinten. Vor allem die in den letzten Spielen so stark aufgetretene Offensive der SG fand im Grunde überhaupt nicht statt. Zu selten spielte man die Angriffe aus, um sich gute Wurfchancen zu erarbeiten. Stattdessen versuchte man es mit Einzelaktionen, die zu häufig in Ballverlusten und damit verbundenen schnellen Toren der Gastgeber endeten. Hinzu kam, dass auch die erspielten Chancen nicht konsequent genutzt wurden, wodurch der ersten Mannschaft in der gesamten ersten Halbzeit nur 6 Tore gelangen (12:6). Auch die Abwehr war noch stark verbesserungswürdig. Die bereits im Vorfeld angesprochenen Anspiele an den Kreis, sowie die Durchbrüche durch die Nahtstellen im Innenblock waren seitens Husen-Kurls zu häufig von Erfolg gekrönt.
Aufgegeben hatte sich die Mannschaft nach dieser enttäuschenden ersten Halbzeit jedoch noch nicht. Nach dem Seitenwechsel präsentierte man sich wacher in der Abwehr und agierte dort mit einem höheren Laufaufwand, wodurch man einige Bälle abfangen konnte. Auch vorne spielte man geduldiger und erarbeitete sich so klare Chancen, die man in dieser Phase auch zum Großteil nutzte. Innerhalb von ca. 15 Minuten gelang es der SG so, den Rückstand auf 2 Tore zu verkürzen, ehe man jedoch plötzlich wieder völlig den Faden verlor. Ein Ball nach dem anderem wurde im Angriff leichtfertig hergeschenkt und Husen-Kurl zog erneut davon. Für ein erneutes Aufbäumen reichte die Kraft der Gäste in der Schlussphase nicht mehr, so dass man sich nach einer stark unbefriedigenden Leistung mit 27:17 geschlagen geben musste.

Auch bei Trainer Stephan Pade saß die Enttäuschung tief nach der deutlichen Niederlage seiner Mannschaft: „Wenn man diese Spiel als Gradmesser nehmen will, dann muss man zu dem Ergebnis kommen: nicht bestanden. Dies lag vor allem daran, dass wir speziell in der ersten Halbzeit eindeutig weniger Aufwand betrieben haben, als der Gegner. Dass mehr drin gewesen wäre, zeigt die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit, in der wir den Rückstand von 12:6 auf 16:14 verkürzen konnten. Leider haben wir im Anschluss einige klare Chancen liegen lassen, sodass der Gegner sich wieder etwas absetzen konnte. Auch die berüchtigte Brechstange in der Schlussphase war hier eher kontraproduktiv. So nutzte der Gegner vor  allem durch Tempogegenstöße die Chance zu einem hohen Sieg. „


Es spielten: Böker, Agatz, Küper, Glass (2), Hensel, Dickamp (2), Cassel (1), Teeke (4/3), Haupt (2), Radtke (3/1), Michoff, Richter, Seemann, Denner (3)