Der Blick geht schon Richtung nächste Saison

Quelle WAZ 27.01.2021
Handball Verbandsliga Frauen. Die SG ETSV II hat 20/21 erst ein Spiel absolviert. Mehr werden es auch nicht, fürchtet der Trainer
Es dürfte ein verlorenes Jahr sein für Dennis Galbas und die Verbandsliga-Handballerinnen SG ETSV Ruhrtal II.                                              <b>Walter Fischer</b>                                              FUNKE Foto Services

Es dürfte ein verlorenes Jahr sein für Dennis Galbas und die Verbandsliga-Handballerinnen SG ETSV Ruhrtal II. Walter Fischer FUNKE Foto Services

Ralf Weihrauch

Witten Dennis Galbas steht vor einem verlorenen Jahr. Seine Verbandsliga-Handballerinnen der SG ETSV Ruhrtal Witten II haben in dieser Saison ein einziges Spiel absolviert, und an mehr glaubt der Trainer auch nicht. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles noch einmal in Gang kommt. Wir werden wohl auch nicht mehr eine komplette Hinrunde spielen können,“ ist Galbas pessimistisch, was die Zeit bis zum Sommer angeht. Er hofft aber dennoch, dass seine Handballerinnen in der kommenden Saison wieder in eine ganz normale Spielzeit gehen können.

Genau deshalb macht er sich jetzt auch schon Gedanken, wie seine Mannschaft künftig aussehen wird. Allerdings weiß Galbas nur, was er gerne haben möchte: „Die Spielerdecke in dieser Saison war doch sehr dünn. Es wäre schon sehr gut, wenn ich auf jeder Position noch eine Spielerin hinzubekommen würde.“

Ganz besonders klemmt es auf der rechten Seite: „Eine Linkshänderin auf Rechtsaußen oder auf der rechten Rückraumposition wäre schon sehr gut.“

Der Verbandsliga-Trainer muss damit rechnen, dass einige Spielerinnen kürzer treten werden: „Kreisläuferin Maike Kuhnert ist schwanger. Es zeichnet sich ab, dass nicht wenige aus beruflichen Gründen nicht mehr so oft trainieren können. Sie stünden zwar im Notfall zur Verfügung, doch mit einem halben Dutzend Backup-Spielerinnen kann ich auch keine ganze Saison durchstehen. Das geht vielleicht in der Kreisliga, aber nicht in der Verbandsliga.“Alternative auch fürs Tor gesucht

Auch für das Tor sucht er noch eine Alternative. Die erfahrene Rabea Lichte will schon seit längerer Zeit kürzer treten, ihre Vertretung Madita Mühlhaus ist noch sehr jung: „Da suchen wir eine Keeperin, die als Bindeglied altersmäßig zwischen den beiden liegt.“

Der Trainer hat schon einige Kandidatinnen für die nächste Verbandsliga-Saison auf der Liste, doch es sei viel zu früh, Neuzugänge zu vermelden: „Als Zweitmannschaft müssen wir uns auch mit der ersten Mannschaft abstimmen. Es hängt natürlich auch viel davon ab, wie Daniel Buff das Oberliga-Team zusammenstellt.“

Gespräche mit dem Vorstand habe es schon gegeben: „Das Ergebnis war, das wir alle näher zusammenrücken müssen und ein gemeinsames Ziel vorgegeben haben. Sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft sollen ihre Klassen halten. Gegen mehr hätten wir natürlich nichts.“

Dennis Galbas ist auf digitalen Plattformen in ständigem Kontakt mit seinen Spielerinnen: „Die halten sich alle fit. Wenn wir vielleicht im Juni mit der Saisonvorbereitung starten, brauchen wir in den Bereichen Kraft und Ausdauer nur wenig zu machen. Dann können wir gleich mit den spielerischen Elementen beginnen.“

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