Die Qualität wird gesenkt

Quelle WAZ 21.04.2020

Jan Hackerts, Trainer der SG ETSV Ruhrtal Witten II ;                                              <b>Barbara  Zabka / FUNKE Foto Services</b>

Jan Hackerts, Trainer der SG ETSV Ruhrtal Witten II ; Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten Nach dem Saisonabbruch im Bereich das Westfälischen Handballverbandes, haben einige Mannschaften ein Wildcard bekommen. Diese berechtigt sie, den Aufstieg in die nächsthöhere Liga wahrzunehmen. Auch die zweite Frauenmannschaft der SG ETSV Ruhrtal Witten könnte in die Verbandsliga aufsteigen. Trainer Jan Hackerts, ist sich nicht sicher, wie die Zukunft aussehen wird.

Jan Hackerts, Sind Sie mit der Entscheidung des Verbandes einverstanden?

Hackerts: Mit dem Abbruch der Saison habe ich gerechnet. Die Lösung mit der Wildcard ist eine von vielen Möglichkeiten gewesen. Sie bedeutet aber, dass viele Mannschaften aufsteigen, die das sonst nicht geschafft hätten. Somit werden Ligen aufgebläht und die Qualität gesenkt. Aus unserer Liga dürften fünf Teams nach oben, das ist schon eine ganze Menge.

Wird die zweite Frauenmannschaft in der kommenden Saison in der Verbandsliga spielen?

Ich bin zwar in der kommenden Saison kein Trainer mehr, werde aber weiter irgendwie im Verein tätig werden. Ich kann somit über den sportlichen Aspekt sprechen. Nehmen alle Mannschaften die Wildcard in Anspruch, steigen viele Klubs aus der Landesliga auf, aber auch viele Verbandsliga-Teams gehen in die Oberliga. Das bedeutet, dass wir auf viele Landesligisten und die untere Hälfte der jetzigen Verbandsliga treffen. Das traue ich der Mannschaft auf jeden Fall zu.

Wann wird eine Entscheidung fallen?

Ich stehe mit den Spielerinnen in Kontakt und wir beraten darüber, ob wir das machen wollen. Doch auch der Vorstand hat noch ein Wort mitzureden. Die Verbandsliga bedeutet auch einige Mehrkosten. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis wir wissen, wie es weitergeht.

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