ETSV Ruhrtal zu schwach vor dem Tor

Quelle WAZ 16.12.2019

Frauenhandball Oberliga. Die starke Defensive ist der Lichtblick bei der Wittener Pleite bei der HSG EURo – davon abgesehen gab es viel Frust und viele Kilometer im Bus

Julia Lewe machte in der 5:1-Deckung ein starkes Spiel, vorm gegnerischenTor blieben sie und ihr Team dagegen blass.                                               <b>Barbara Zabka</b>

Julia Lewe machte in der 5:1-Deckung ein starkes Spiel, vorm gegnerischenTor blieben sie und ihr Team dagegen blass. Barbara Zabka

Marcel Kling

Hille Mangelnde Konsequenz im Torabschluss hat der SG ETSV Ruhrtal den sportlichen Jahresabschluss verhagelt. Die Wittener Oberliga-Handballerinnen verloren ihr Gastspiel bei der HSG EURo mit 24:29 (10:15) und stecken damit als Drittletzter über die Weihnachtsfeiertage tief im Tabellenkeller. Das freudigste Ereignis gab’s am Samstag für die ETSV-Spielerinnen bereits vor der Abfahrt nach Hille. Die gesamte Mannschaft gratulierte Torhüterin Teresa Mühlhaus am Standesamt in Bochum zur Hochzeit.

Den Rest des Tages verbrachten die Wittenerinnen hauptsächlich im Bus – und dazwischen lagen 60 frustrierende Minuten in der Sporthalle Unterlübbe. „Es ist immer doof, wenn man so eine lange Anreise hat und dann nichts Zählbares mitnimmt“, sagte ETSV-Trainer Buff, der neben Mühlhaus auch auf Paulina Jasinska und Janika Ammon verzichten musste. Er hatte den Grund für die Niederlage schnell ausgemacht.

„Wir waren im Abschluss vorne einfach nicht konsequent genug“, so der Trainer. Das gesamte Spiel über ließen die Gäste immer wieder beste Torchancen ungenutzt, scheiterten entweder an sich selbst oder an der gegnerischen Torfrau. Mit Ausnahme von Norina Migat und Jessica Hackerts wehte im Wittener Angriffsspiel nur ein laues Lüftchen. Da half es auch nichts, dass die Buff-Sieben sich nach dem 10:15-Pausenrückstand wenigstens in der Defensive steigerte.

Die Umstellung von einer 6:0- auf eine 5:1-Deckung brachte hier den erhofften Effekt. „Das haben die Mädels überragend gemacht. Julia Lewe war als vorgezogene Spielerin richtig stark“, meinte Buff. Er ärgerte sich allerdings über die Schiedsrichter. Nach seinem befinden gestatten sie es den Gastgebern, ihre Angriffe viel zu lange auszuspielen.

So stand am Ende ein ungefährdeter Sieg der HSG EURo. Nach der Pause empfängt der ETSV die SG TuRa Halden-Herbeck zum richtungsweisenden Kellerduell. „Das wird eines der wichtigsten Spiele der Saison“, so Buff.

HSG EURo – SG ETSV Ruhrtal 29:24 (15:10) ETSV: Schabacker, Lichte; Eckardt (3), Behler (2/1), Lewe (1), Prior, Lünemann (1), Migat (10/2), Albus, Herrmann, Karabatic (1), Hackerts, Löffler.

Das könnte Dich auch interessieren …