SG-Bollwerk kaum zu knacken

Quelle WAZ 13.01.2020

Damenhandball/Oberliga. Die SG ETSV Ruhrtal gewinnt das letzte Hinrunden-Heimspiel gegen TuRa Halden-Herbeck mit 22:19. Trainer Buff hebt Lewe und Lünemann hervor

Eine der stärksten Spielerinnen der SG ETSV Ruhrtal: Kathrin Lünemann (am Ball) erzielte gegen Halden-Herbeck drei Treffer.                                              <b>Svenja Hanusch</b>

Eine der stärksten Spielerinnen der SG ETSV Ruhrtal: Kathrin Lünemann (am Ball) erzielte gegen Halden-Herbeck drei Treffer. Svenja Hanusch

Oliver Schinkewitz

Witten Von diesem Erfolgserlebnis sollten die Oberliga-Handballerinnen der SG ETSV Ruhrtal eine Weile zehren. Das Kellerduell gegen die SG TuRa Halden-Herbeck gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Buff mit 22:19 (11:7), leistete dabei vor allem in der Defensive herausragende Arbeit. Einen Spieltag vor Beendigung der Hinrunde haben sich die SG-Damen somit noch ein Stückchen weiter von den Abstiegsrängen abgesetzt.

„Eigentlich hätten wir das Spiel am Ende sogar noch deutlicher für uns gestalten müssen“, so das Fazit des Wittener Trainers. Doch in der ersten Pflichtpartie des neuen Jahres haperte es bei der Buff-Sieben einmal mehr an der Chancenverwertung. „Da haben wir viel zu viel liegen gelassen“, befand auch Abwehrchefin und Kreisläuferin Jessica Hackerts nach den 60 Minuten.

Was den Wittenerinnen, die lediglich beim 4:5 (14.) einmal gegen die Hagener Damen in Rückstand gerieten, vor allem in die Karten spielte, war das exzellente Deckungsverhalten auf der linken Abwehrseite. „Da haben wir Sabrina Richter so gut wie gar nicht zur Entfaltung kommen lassen“, freute sich Daniel Buff darüber, dass die Vorbereitung im Training gefruchtet hatte und die Ex-Nationalspielerin gegen die SG trotz ihrer sechs Torerfolge kein wichtiger Faktor wurde.

Besser noch: 13 Minuten lang ließ die SG ETSV Ruhrtal nach besagtem 4:5-Rückstand keinen Treffer mehr zu, erarbeitete sich eine 9:5-Führung – auch wenn man u. a. selbst zwei Siebenmeter vergab (Maike Behler, Norina Migat). „Da hätten wir schon deutlich wegziehen müssen“, haderte Buff mit den Abschlüssen seines Teams. Da die Abwehr aber weiterhin stand wie eine Eins (mit einer herausragenden Julia Lewe, die im Verbund mit Jessica Hackerts glänzte), kam Halden-Herbeck nicht entscheidend heran.

Nach dem Seitenwechsel blieb es in der Regel bei vier bis fünf Treffern Vorsprung für die Wittenerinnen – ein ordentliches Polster, das man sich auch nicht mehr nehmen ließ. Dass es am Ende „nur“ 22:19 für die SG ETSV Ruhrtal hieß, drückte die Überlegenheit des Gastgebers nichtwirklich realistisch aus. Die Vorentscheidung schaffte die Buff-Sieben schon mit dem zwischenzeitlichen 22:17 gut zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff.

„Als Kathrin Lünemann in der zweiten Hälfte offensiv gedeckt wurde, hat das unseren Rhythmus kurz gestört. Aber umgeworfen hat uns das nicht“, stellte Daniel Buff zufrieden fest. Am kommenden Samstag (16 Uhr) geht’s zum TV Verl – auch beim Liga-Zwölften will die SG ETSV Ruhrtal punkten.

SG: Mühlhaus, Schabacker; Eckardt (3), Behler (4), Lewe (3), Jasinska, Löffler, Herrmann, Karabatic (1), Ammon (4/2), Albus, Lünemann (3), Hackerts (3), Migat (1/1).