SG ETSV Ruhrtal baut an der Oberliga-Zukunft

Quelle WAZ 13.02.2020

Frauenhandball. Die SG ETSV Ruhrtal Witten baut an der Zukunft des Kaders und plant fest mit dem Klassenerhalt. Drei Baustellen hat Daniel Buff identifiziert – für zwei gibt es schon Verstärkung

Bald in Blau-Weiß: Hannah Trippe (am Ball) trägt hier noch das Riemker Trikot im Jahr 2017 – ab dem Sommer läuft sie im Rückraum für ETSV Ruhrtal Witten auf.                                              <b>Klaus Pollkläsener</b>

BALD IN BLAU-WEISS Hannah Trippe (am Ball) trägt hier noch das Riemker Trikot im Jahr 2017 – ab dem Sommer läuft sie im Rückraum für ETSV Ruhrtal Witten auf. Klaus Pollkläsener

Verena Löffler (re.) verlässt die SG ETSV Ruhrtal.                                              <b>Barbara zabka</b>

Verena Löffler (re.) verlässt die SG ETSV Ruhrtal. Barbara zabka

Philipp Ziser

Witten Daniel Buff hat gerade zwei große Aufgaben mit den Oberliga-Handballerinen der SG ETSV Ruhrtal Witten. Zum einen wartet auf das Team natürlich ein richtungsweisendes Spiel im Abstiegskampf. Zum anderen plant Buff aber auch schon die kommende Saison. Zwei Neuzugänge hat die Spielgemeinschaft schon sicher – „wir planen für die Oberliga“, sagt Buff ohne zu zögern.

Acht Punkte hat seine Mannschaft in dieser Saison bislang geholt, „wir stehen damit gut da“, meint er. In den Trainingseinheiten arbeitet er mit dem (aktuell sehr kleinen Kader) daran, das Spiel gegen Hahlen Sonntag zu gewinnen.

Drumherum läuft die Planung für die kommende Saison: „Tagsüber telefoniere ich viel, schreibe Nachrichten“, sagt Buff, „das ist manchmal etwas stressig, aber wir machen es ja gerne“. Bei Gesprächen wird er auch von Spielerinnen wie Julia Lewe oder Maike Behler unterstützt – und er ist dabei offensichtlich erfolgreich. Auf drei Positionen hatte der Kader zur kommenden Saison größeren Bedarf zur Verstärkung – zwei der Lücken hat Buff schon gefüllt. Die erste: Das Tor.

Eyleen Karwat kommt von Borussia Dortmund III nach Witten, wird die Nachfolgerin von Teresa Jünner, die bekanntlich zu Drittligist Königsborn wechselt.

„Mit Teresa verlieren wir natürlich eine herausragende Torhüterin“, sagt Buff, „aber sie sollte diesen Schritt auf jeden Fall gehen, es versuchen – ich glaube, das ist genau richtig für sie.“ Die Suche nach einem Ersatz war nicht leicht, „es ist schwierig, auf diesem Niveau Torhüterinnen zu finden“, sagt Buff.

Karwat wechselte im vergangenen Jahr vom PSV Recklinghausen II zur Verbandsliga-Mannschaft des BVB. In der kommenden Saison wird sie mit Daniela Schabacker das Duo im SG-Tor bilden.

„Sie ist ein etwas anderer Spielertyp als Teresa, etwas kleiner“, erklärt Buff, „aber sie passt auf jeden Fall gut in die Mannschaft.

Zweite Baustelle: Der Rückraum.

Jenny Böhmer und Verena Löffler werden 2020/21 nicht mehr für die Spielgemeinschaft auflaufen. Vom Verbandsligisten VfL Brambauer kommt nun Hannah Trippe.Buff freut sich auf Hannah Trippe

Die wurde bei Teutonia Riemke ausgebildet, spielte dort in der Ober- und Verbandsliga. „Mit ihr können wir viel Spaß haben – sie ist jung, groß gewachsen und kann gut aus dem Rückraum werfen“, sagt Buff. Nach jeweils einem Jahr beim ASC Dortmund und in Brambauer kommt Trippe nun nach Witten, ist im rechten oder linken Rückraum eingeplant – eine ganz wichtige Verstärkung für das Buff-Team. Abgeschlossen sind die Kaderplanungen natürlich noch nicht.Am Kreis herrscht noch Bedarf

Dritte Baustelle ist nämlich der Kreis. Annika Albus, die im vergangenen Sommer zur SG kam, konnte schon in dieser Saison nur ganz wenige Spiele machen, wird danach auf jeden Fall aufhören.

Dazu steht auch noch nicht fest, ob Abwehrchefin Jessica Hackerts, bei ETSV Ruhrtal bleibt, die auch andere Vereine gerne in ihren Reihen hätten. Hier soll zeitnah eine Entscheidung fallen; unabhängig davon muss auf der Position aber Verstärkung her. „Ich habe auch schon wen im Blick“, sagt Buff.

Auch wenn erst zwei Rückrundenpartien absolviert sind, stellt die SG ETSV Ruhrtal Witten schon die Weichen für die kommende Saison in der Oberliga – um in den kommenden Wochen ganz in Ruhe die sportlichen Aufgaben dafür erfüllen zu können.

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