Abstieg der SG ETSV Ruhrtal nach 19:26 so gut wie besiegelt

Quelle WAZ 02.05.22

Hat nach ihrer langwierigen Verletzungspause auch noch nicht wieder zu alter Stärke gefunden: Nina Schmidt (vorne) warf am Sonntag zwei Tore gegen den TuS Bielefeld-Jöllenbeck, ihr Team steht kurz vor dem Abstieg aus der Oberliga.                                              <b>Alexa Kuszlik</b>                                              FUNKE Foto Services

Hat nach ihrer langwierigen Verletzungspause auch noch nicht wieder zu alter Stärke gefunden: Nina Schmidt (vorne) warf am Sonntag zwei Tore gegen den TuS Bielefeld-Jöllenbeck, ihr Team steht kurz vor dem Abstieg aus der Oberliga. Alexa Kuszlik FUNKE Foto ServicesOliver Schinkewitz

Witten Das dürfte es dann wohl endgültig gewesen sein mit der Oberliga-Zugehörigkeit der SG ETSV Ruhrtal. Nach dem 19:26 (9:12) gegen den TuS Bielefeld-Jöllenbeck, die Nummer eins in der Abstiegsrunde, war die Enttäuschung in der Kreissporthalle riesengroß. Allerdings hatten die Vorstellungen der Ruhrstädterinnen in den letzten Wochen und Monaten auch kaum einmal Anlass zur Hoffnung auf den Ligaerhalt gegeben.

Immer wieder zeichnete sich bei den Auftritten der Mannschaft von Trainer Daniel Buff das gleiche Bild. Eine Zeit lang sind die SG-Damen durchaus in der Lage, mit nahezu jedem Gegner Schritt zu halten, haben durchaus ihre starken Phasen. „Aber es fehlt uns einfach die Konstanz. Wir bekommen es nicht hin, eine solche Leistung dann auch mal über 60 Minuten abzurufen“, so der zum Saisonende scheidende Wittener Trainer, der dann das Zepter an seinen Nachfolger Uli Müller übergeben wird, der längst seine Planungen auf die Spielzeit 2022/23 in der Verbandsliga ausgerichtet haben dürfte.

Immerhin hatte sich die Buff-Sieben beim Hinspiel in Ostwestfalen sehr gut aus der Affäre gezogen, beim 25:25 die beste Leistung der gesamten Abstiegsrunde gezeigt. Diesmal allerdings waren die Wittenerinnen nur in den ersten 25 Minuten in der Lage, die Jöllenbecker Damen zu beeindrucken. Auf einen schnellen 0:2-Rückstand hatte die SG ETSV Ruhrtal gut reagiert, sich selbst 7:5-Vorsprung (18.) herausgearbeitet. „Die Einstellung war durchaus da. Ich spreche der Mannschaft ganz sicher nicht den Willen ab, dieses Spiel gewinnen zu wollen“, stellte Daniel Buff klar.

Doch mit zunehmender Spielzeit wurden die Abschlüsse der Gastgeberinnen immer ungenauer, es fehlte an Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Hinzu kamen zahlreiche technische Fehler, die dafür sorgten, dass in den letzten sieben Minuten vor der Pause nur noch ein eigener Treffer gelang.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts änderte sich daran nicht mehr viel. Nach gut 42 Minuten hieß es 11:17, auch Buff sah sich fortan nicht mehr in der Lage, das Blatt von außen noch zu wenden. „Wir haben dann die Bielefelder Torfrau stark geworfen, die zugegebenermaßen richtig gut gehalten hat“, so der SG-Coach, der spätestens nach dem 15:22 (52.) wusste, dass an diesem Tag nichts zu ernten war für sein Team. Einzig Eyleen Karwat verdiente sich im Tor eine richtig gute Note, weil sie u. a. drei Strafwürfe entschärfte. So blieb die Pleite zumindest erträglich.

SG ETSV Ruhrtal: Karwat; Trippe (2), Behler (3), Lukas, Koopmann, Nina Schmidt (2), Reibold (4/2), Herrmann (1), Karabatic (1), Peter (3), Lewe (3), Nicole Schmidt, Lünemann, Migat. „Spielfilm“: 0:2 (3.), 3:2 (10.), 7:5 (18.), 8:8, 8:10 (28.), 9:12 (HZ); 10:12, 11:17 (43.), 14:20 (48.), 15:23 (53.), 16:25 (56.), 19:26.

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