Buff maßlos enttäuscht nach erneuter Pleite

Quelle WAZ 24.10.21

Damenhandball-Oberliga. SG ETSV Ruhrtal verliert daheim mit 21:22

Wittens Spielmacherin Kathrin Lünemann brachte ihr Team mit ihren Aktionen nach der Pause wieder in die Partie.                                              <b>Jürgen Theobald</b>
Wittens Spielmacherin Kathrin Lünemann brachte ihr Team mit ihren Aktionen nach der Pause wieder in die Partie. Quelle: Jürgen Theobald

Ein wenig fehlten Daniel Buff nach diesem Spiel die Worte. Erst nach der Pause wurden seine Oberliga-Handballerinnen der SG ETSV Ruhrtal so richtig wach, konnten letztlich die 21:22 (11:16)-Niederlage gegen die HSG Schwerte-Westhofen aber nicht mehr verhindern.

Niedergeschlagen saß der SG-Coach auf der Bank, konnte das geschehene kaum begreifen. Eine völlig indiskutable erste Halbzeit hatte seine Mannschaft abgeliefert, leidenschafts- und emotionslos, mit kaum nennenswerter Gegenwehr in der Defensive. „Das war ein Offenbarungseid vor der Pause. Diese Niederlage tut richtig weh“, so Buff nachdenklich. Dabei sei er in der Kabine sogar ruhig geblieben. „Bringt ja nichts, dann noch draufzuhauen“, so der 40-Jährige.

Dabei hätte er allen Grund gehabt, mal seine Wut ‘rauszulassen. Denn die SG ETSV Ruhrtal erwischte nicht nur einen 1:4-Fehlstart, sondern kam in den ersten 30 Minuten gar nicht in den Tritt. Immer wieder kam Schwerte leicht über die Außenpositionen oder über den Kreis zu Toren, führte bisweilen mit sechs Treffern Unterschied (etwa beim 9:15/26.). Das Defensivverhalten der Hausherrinnen war erschreckend.

Das besserte sich allerdings erheblich nach dem Seitenwechsel. Jetzt wurde endlich konsequent gedeckt, Schwerte-Westhofen kam kaum noch zum Zug. Die Buff-Sieben holte Tor um Tor auf, vor allem dank Kathrin Lünemann, die immer wieder in die Lücken stieß. In der 47. Minute warf sie das 17:18, alles war wieder offen. Erst recht, als die SG zum 20:20 (55.) und zum 21:21 (58.) ausglich. Doch in der Schlussminute traf Schwerte-Westhofen von Rechtsaußen, der letzte Versuch der Wittenerinnen – von Kathrin Lünemann – klatschte nur an den Pfosten. Aus, vorbei. Eine völlig unnötige Niederlage.

SG: Karwat, Peter (3); Trippe (1), Behler (5/3), Lukas (2), Koopmann, Lewe, Reibold (2), Kurzeja (2), Prior, Karabatic, Nic. Schmidt, Lünemann (4), Migat (2).

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