SG ETSV II fehlt am Ende die Kraft

Quelle:WAZ 11.04.22

Damenhandball/Verbandsliga. Trotz der 21:27-Niederlage ist Trainerin Steffi Werner nicht unzufrieden. Teams bewegen sich lange auf Augenhöhe

Jette Müller war in Bergkamen sechsmal für ihr Team erfolgreich. Zum Punktgewinn reichte es aber nicht.                                                   <b>Barbara Zabka</b>                                              FUNKE Foto Services

Jette Müller war in Bergkamen sechsmal für ihr Team erfolgreich. Zum Punktgewinn reichte es aber nicht. Barbara Zabka FUNKE Foto ServicesRalf Weihrauch

Bergkamen Auch wenn es für die Handballerinnen der SG ETSV Ruhrtal Witten II in Bergkamen erneut eine Niederlage gegeben hat, war Trainern Steffi Werner mit der Leistung ihres Teams nicht unzufrieden. Der kleinen Besetzung ging aber beim 21:27 am Ende ein wenig die Puste aus.

Lange bot das Schlusslicht den Gastgebern eine Partie auf Augenhöhe. Werner freute sich: „Obwohl wir mit Harz gespielt haben, konnten wir unsere Angriff recht flüssig vorbringen.“ Dank einer sehr starken Sarah Richter im SG-Kasten lagen die Gäste sogar über eine weite Strecke der ersten Hälfte in Führung.

Zwar machten die Bergkamenerinnen aus einem 5:5 (16.) ein 8:6 (23.), doch die Ruhrtalerinnen ließen sich nicht hängen. Jette Müller glich zum 8:8 aus (27.) und wenige Sekunden vor der Pause verwandelte Pia Kaminski einen Siebenmeter zur 9:8-Halbzeitführung.

Doch drei Minuten nach dem Wiederanpfiff bekam Jennifer Schürmann eine rote Karte. Steffi Werner erklärte: „Die Schiedsrichter haben hart gepfiffen und wenig später musste auch eine TuRa-Spielerin vom Feld. Bei unserem Mini-Kader fiel die Disqualifikation aber viel schwerer ins Gewicht.“

Die zunehmende Müdigkeit der Gäste führte zu unsauberen Pässen und erfolgreichen Tempogegenstößen der TuRa.Ruhrtal vergibt Chancen

Auf der anderen Seite wollte der Ball aber nicht mehr ins Tor. Steffi Werner ärgerte sich: „Wir standen sieben Mal frei vor dem Tor und haben den Ball nicht reingemacht.“

So setzten sich die Gastgeberinnen schon bis zu 48. Minute auf 21:14 ab. Damit war die Partie auch entschieden. Werner erkannte: „Bei uns war in den letzten Minuten auch der Saft raus. Dennoch bin ich mit der kämpferischen Einstellung sehr zufrieden.“ Nach der Osterpause freut sich die Trainerin schon auf das Duell gegen den TuS Bommern, gegen den die SG den einzigen Saisonsieg holte. In der Tabelle sieht es trotz der ordentlich Leistung aber weiter nicht gut aus. Die Wittenerinnen belegen mit 3:31 Punkten weiterhin den letzten Platz. Mit dem Abstieg haben sich Steffi Werner und ihre Spielerinnen aber bereits abgefunden.

ETSV: Richter; Wiesemann (1), Kobek (2), Ann-Kristin Löffler (3), Kaminski (8/6), Weniger, Dominik, Schürmann, Müller (6), Goetjes (1).

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