Verls Umstellung zieht SG-Damen den Zahn

Quelle WAZ 20.02.20

Damenhandball/Oberliga.Nach ordentlichem Start läuft bei 16:27 in Verl nicht mehr viel zusammen

Mit fünf Toren beste SG-Schützin: Jessica Hackerts.                                              <b>Zabka</b>

Mit fünf Toren beste SG-Schützin: Jessica Hackerts. Zabka

Oliver Schinkewitz

Verl „Das waren zwei verschenkte Punkte – hoffentlich tun die uns am Ende nicht noch weh“, grübelte Daniel Buff, Trainer des Oberligisten SG ETSV Ruhrtal, nach dem 16:27 (9:9) beim TV Verl, einem Konkurrenten im Abstiegskampf.

Es wäre eine gute Chance gewesen, sich weiter von den bedrohten Rängen abzusetzen. Und es ging auch richtig gut los für die Wittenerinnen, denn nach knapp sieben Minuten lagen sie mit 4:0 vorn. „Gegen die offensive Deckung von Verl haben wir das richtig gut gemacht“, lobte der SG-Coach. Zudem packte die Defensive beherzt zu, ließ die Gastgeberinnen kaum zu Entfaltung kommen. Doch Verls Trainer schaltete zeitig, stellte seine Abwehrformation um, ließ nun viel defensiver agieren – und zog damit der SG ETSV Ruhrtal den Zahn. „Damit kamen wir dann gar nicht mehr klar“, so Buff, der nach 16 Minuten das 5:5 notieren musste. Bis zum Pausenpfiff aber war beim Stande von 9:9 noch alles in der Reihe.

Die Vorentscheidung besorgten die Ostwestfälinnen bis Mitte der zweiten Hälfte. Nach dem 12:12 (36.) sag die SG-Sieben vorne gar kein Land mehr, geriet mit 13:20 (45.) ins Hintertreffen. „Ich habe Statistik geführt: Wir haben insgesamt 21 technische Fehler gemacht und uns 20 Fehlwürfe geleistet“, rechnete Buff vor. So gab’s für die personell ohnehin arg geschwächten Gäste keine Chance, den stärker werdenden TV-Damen Einhalt zu gebieten. „Ohne Norina Migat fehlte uns in der Offensive natürlich eine ganz wichtige Option“, so der Wittener Trainer über seine gefährlichste Schützin im Rückraum, die wegen eines Handbruchs noch mehrere Wochen zwangspausieren muss.

Zu allem Überfluss verletzte sich die anfangs herausragende Torfrau Daniela Schabacker früh am Sprunggelenk, droht mit einer Blessur an den Bändern auszufallen.

SG: Jünner, Schabacker; Eckardt (3), Behler (3/1), Lewe, Prior (1/1), Löffler, Herrmann (2/1), Karabatic (1), Ammon, Albus, Lünemann (1), Hackerts (5).

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